KULTUR

Hare Krischna Hare Krischna
Krischna Krischna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare

Diesen Maha-Mantra zu chanten ist der empfohlene Prozess, um in diesem Zeitalter des Kali - welches charakterisiert ist durch Streit und Heuchelei - reine Liebe für Gott zu erhalten, samt Selbstverwirklichung ! Klang ist präsent im Raum und all den anderen materiellen Elementen - es ist ein ewiges Prinzip. Transzendentaler Klang ist äußerst kraftvoll !


Die 4 Säulen von ´Dharma´ oder ´Religion´

Es gibt 4 Säulen von ´Dharma´ oder ´Religion´. Ohne diese 4 Säulen werden die menschlichen Gesellschaften und die sogenannten Religionen entartet, unrein und destruktiv.
Diese 4 Säulen sind: Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit, Entsagung, und Reinheit.
Durch Folgen der 4 regulierenden Prinzipien halten wir diese Säulen aufrecht. Falls wir diesen Prinzipien nicht folgen, werden diese essentiellen Säulen zerstört werden.

Die 4 regulativen Prinzipien

(1) Kein Essen von Fleisch, Fisch, und Eiern. Tiere zu töten zerstört die Qualität der Barmherzigkeit.
(2) Kein Glücksspiel. Wahrhaftigkeit wird durch Glücksspiel zerstört.
(3) Kein Gebrauch von Berauschungsmitteln (dies schließt Teein, Koffein, und Nikotin mit ein). Diese zerstören das Prinzip der Entsagung.
(4) Keinen illegalen Sex (d.h. außerhalb der Ehe)Reinheit wird durch illegalen Sex zerstört.
Innerhalb der Ehe im Idealfall nur zum Zeugen von Nachkommen - was allmählich dann durch Bhakti-Yoga möglich wird. 

Vedische Kultur

Themen: Spiritueller Botschafter / Veden / natürliche Neigungen der bedingten Seele (Fleisch essen, Sex, Berauschung, Glücks-Spiel) / Vedische Kultur / Varna-Asrama Dharma (Institution der 4 Lebens-Phasen u. 4 Lebensstände (Kasten) / spirituelles Leben ausüben / Spenden geben / Befreiung vom Ozean der materiellen Existenz / Ziel ist Liebe zu Gott / 2 Arten von Haushältern / Def. von ´Freund´ / Sadhu-Studieren mit Vertrauen in Sadhu und Sastra / Gottesdienst - über die spontane Natur der Seele hören / folge den 4 Prinzipien / Brahmana-Qualitäten

Allem voran bringe ich meine demütigen respektvollen Ehrerbietungen dar zu den Lotos-Füßen meiner spirituellen Meister:
nitya lila pravista om visnupada astottara sata Sri Srimad Bhaktivedanta Srila Vamana Goswami Maharaj,
und om visnupada parivrajakacarya varia tridandi swami Sri Srimad Bhaktivedanta Srila Narayana Goswami Maharaj.
Gleichzeitig bringe ich meine demütigen respektvollen Dandavat-Pranams dar zu den Lotos-Füßen von nitya lila om visnupada astottara Sri Srimad Bhaktivedanta Srila Swami Maharaj, Srila Gour Govinda Maharaj, Bhakti Raksak Sridhar Maharaj, Bhakti Promod Puri Maharaj,
und allen senior Vaishnavas,
allen Vaisnavas und Vaisnavis,
und all meinen respektvollen Gästen.

Ich möchte darüber sprechen, warum all unsere Guru-varga (Schüler-Linie spiritueller Meister) aus Indien in die westlichen Länder kommen. Was ist der Grund, und was ist die Botschaft, die sie den Leuten im Westen geben

Welche Botschaft ist das ? Diese Botschaft geht darum, wie wir wirklich eintreten können in ´unvermischtes hingebendes Dienen zum Herrn´ - wie wir ´suddha bhakti´ ausführen können. Suddha-bhakti bedeutet ´unvermischter Dienst für den Herrn´, pure Bhakti. Denn alle Veden diskutieren dies - wie wir in Bhakti eintreten sollen !


Im Srimad Bhagavatam sagte Sukadeva Goswamipad dem Pariksit Maharaj:

loke vyavāyāmiṣa-madya-sevā
nitya hi jantor na hi tatra codanā
vyavasthitis teṣu vivāha-yajña
surā-grahair āsu nivṛttir iṣṭā
(Srimad Bhagavatam, 11.5.11)

"In dieser materiellen Welt ist die bedingte Seele stets dem Sex, Essen, und Rausch zugeneigt;
daher ermutigen religiöse Schriften tatsächlich niemals solche Aktivitäten.
Obwohl die Verfügungen der Schriften für Sex die heilige Ehe vorsehen, für Fleisch-Essen die
Opfergaben, und für Rausch die Annahme von rituellen Bechern von Wein,
sind solche Zeremonien letztendlich für den Zweck des Verzichts bestimmt."

na māṁsa-bhakṣaṇe doṣo
na madye na ca maithune
pravṛttir eṣā bhūtānāṁ
nivṛttis tu mahā-phalā
(Manu-saṁhitā)

"Es mag bedacht werden, dass Fleisch-Essen, Berauschung, und Sex-Genuss natürliche Neigungen der konditionierten Seelen sind,
und deshalb sollen solche Personen nicht für diese Aktivitäten verurteilt werden.
Aber solange man solche sündigen Taten nicht aufgibt, gibt es keine Möglichkeit zur Erreichung
der tatsächlichen Vollkommenheit des Lebens."

Die Veden besprechen auch ´loke vivaha´ - dies bedeutet, dass sie heiraten können, dies wird ´vivaha´ genannt; und auch Fleisch und Alkohol nehmen können. Warum sagen die Veden dies?

pravṛttir eṣā bhūtānāṁ
nivṛttis tu mahā-phalā
(Manu-saṁhitā)
Damit diejenigen, die dem Pravritti-Marga folgen, allmählich in Nivritti-Marga eintreten werden.

Nivritti-marga bedeutet, die Lebensphase der Entsagung anzunehmen und in hingebendes Leben einzutreten. In dieser materiellen Welt gibt es zwei Arten von menschlichen Wesen: einige folgen dem Pravritti-Marga und andere folgen dem Nivritti-Marga.
  • Pravritti-Marga bedeutet, Aktivitäten, die darauf fokusiert sind, wie man Sinnesbefriedigung genießen kann;
  • und Nivritti-Marga bedeutet, sich völlig von allen materiellen Dingen zu lösen und ins Krischna-Bewusstsein einzutreten.
Die Veden geben auch Anweisungen für diejenigen, die Sinnenbefriedigung so sehr genießen; diesbezüglich geben die Veden also Unterweisungen, wie sie Fleisch essen, heiraten, und auch Alkohol zu sich nehmen können. Aber wie werden wir diese Dinge in Einklang bringen? - denn warum sollst du heiraten,´vivaha´ ?! - dies ist nicht unser Ziel und Aufgabe - .


Die Sastra (die offenbarten Schriften) geben Aufschluss über die 4 Ashrams (Lebensstände):
Brahmacarya (sich-Gott-hingebender Schüler in Ausbildung), Grihasta (sich-Gott-Hingebender im Eheleben), Vanaprasta (sich-Gott-Hingebender im zurückgezogenen Leben), und Sannyasa (sich-Gott-Hingebender im Lebensstand der Entsagung).

cātur-varṇyaṁ mayā sṛṣṭaṁ
guṇa-karma-vibhāgaśaḥ
tasya kartāram api māṁ
viddhy akartāram avyayam
(Bhagavad Gita 4,13)
"Gemäß den 3 Erscheinungsweisen der materiellen Natur und der damit verbundenen Tätigkeit
sind die 4 Unterteilungen der menschlichen Gesellschaft von Mir geschaffen worden.
Und obwohl Ich der Schöpfer dieses Systems bin,
sollst du wissen, dass Ich jedoch der Nicht-Tätige bin, 
der Ich unveränderlich bin."

Krischna sagt in der Bhagavad Gita, es gibt 4 Varnas und 4 Ashrams: Brahmacari, Grihasta, Vanaprasta, und Sannyas - sowie Brahmana, Ksatriya, Vaisya und Sudra.

Brahmacaris (Studenten) sollen ihr ganzes Leben zölibatär leben - oder aber bis zum 20. oder 22. Lebensjahr. Falls sie nach dem Alter von 22 Jahren ihre Sinne nicht kontrollieren können, dann müssen sie ins Grihasta-Leben (kultiviertes Ehe-Leben) eintreten.
Aber für 20 Jahre muss er zölibatär sein, das wird ´brahmacari jivana´ genannt. Er muss die Veden studieren, die Puranas, Upanishaden, die Bhagavad Gita, und das Bhagavat, und im Guru-griha (im Ashram des Guru) verweilen und all den regulierenden Prinzipien folgen. Falls er nach 20 oder 22 Jahren seine Sinne nicht steuern kann, dann sagt die Sastra dafür, er möge ins Grihasta-Leben eintreten.

Wie wird er ins Grihasta-Leben (Haushälter-/Ehe-Leben) eintreten? Er sollte 1 perfekte Suddha-sadacari (sich rein benehmende Frau) heiraten - nicht viele; nicht wie Katzen und Hunde oder Schweine. Es soll ´eka patni vrata dhari´ nur sein - er soll ein Gelübde ablegen, dass „in meinem Leben ich mich nur mit 1 Frau aufhalten werde“; nicht mit viele Frauen, nur mit einer Frau / einem Mann, nicht mit vielen Männern oder vielen Frauen.

Lord Ramacandra etablierte sehr schön dieses ´eka patni vrata dhari´. In der Lebensgeschichte von Lord Ramacandra im Ramayana wirst du dies sehr klar sehen. Ramacandra etablierte diese Dinge - ´eka patni vrata dhari´. Als Ramacandra nach Janaka Puri kam, waren alle Mädchen, sehr junge, schöne Teenager-Mädchen, von der Schönheit Ramacandras angezogen - sie wollten Ihn heiraten. Aber Lord Ramachandra sagte: "Nein, Ich habe ein Gelübde, dass Ich nur 1 Frau heiraten würde ! (Anm.: Könige dürfen normalerweise mehrere Frauen heiraten) Er war ein-pünktig.

Aber Lord Ramacandra ist Bhagavan (Der, der alle Füllen besitzt; Gott), also sagte Er: "Nun gut, Ich werde all eure Wünsche erfüllen: nach Meinem Rama-Lila (transzendentales Spiel Lord Ramas), wenn Ich in der Form von Krischna komme, im Krischna-Lila also, dann werde Ich euch alle akzeptieren." Daraufhin wurden alle Janaka-Puri-kanya (Mädchen aus Jagannath Puri) in Vraja geboren; sie wurden Vraja-gopis genannt (Kuhhirten-Mädchen von Vraja). Visvanath Cakravati Thakur erklärt sehr schön, dass sie dann mit Krischna Gemeinschaft pflegten.
Sita Devi (die Gemahlin Lord Ramas), Sie hatte auch nur 1 Mann, nicht viele.

So, dies ist Varna-Ashrama-Dharma (das Wesen des Varna- u. Ashram-Systems):
nach Brahmacarya-jivana kommt dann Grihasta-jivana - du kannst in das Haushälter-Leben eintreten. Nun ist dir eine Erlaubnis gegeben worden - aber sei sehr vorsichtig mit diesen Dingen. Dies wird Vedische Kultur genannt.
Unsere Guru-varga, nitya-lila Bhaktivedanta Srila Swami Maharaj und Srila Gurudeva (BV Narayan Maharaj) besprechen diese Dinge - vedischen Kultur; befolge zuerst Vedische Kultur - etabliere zuerst Varna-Ashrama Dharma - ohne Varna-Ashram Dharma zu befolgen kannst du niemals in spirituelles Leben eintreten !

Tierische Wesen folgen keinem Varna-Ashram Dharma. Sie haben keine Hochzeitszeremonie; wer geht zur Hochzeitszeremonie der Kühe, Hunde, Esel, und anderen? Sie rufen mich nicht, sie laden mich nicht ein; sie erfreuen sich nur der Sinnenbefriedigung; dies wird pasu-jivana genannt - ihr Leben heißt ´tierisches Leben´, unnützes Leben, weggeworfenes.

Aber die Veden erklären dies: nun hast du eine Erlaubnis erhalten: du kannst eine Frau heiraten und mit ihr verweilen, und beide sollt ihr Radha und Krischna dienen !

putrārthe kriyate bhāryā
(Manu smrti)
Einer Frau ist es vorgesehen, Söhne zu gebären.
(d.h. es ist das Geburtsrecht einer Frau, Kinder zu bekommen und zu erziehen)

Die Veden erklären diese Dinge: nur für die Zeugung eines Kindes sollst du deiner Frau beiwohnen; ihr sollt nicht wie Hunde und Schweine sein. Die Veden besprechen diese Dinge; ich erkläre die Veden; und Bhaktivinod Thakur erklärt Varna-Ashrama Dharma sehr deutlich im Jaiva Dharma (Sastra: ´Das Wesen des Lebewesens´). Dies ist sehr wichtig !


Dann, wenn ihr ´pancasat´ seid, ´50 Jahre alt´, sollt ihr euer Haushälter-Leben aufgeben und ins Vanaprastha-jivana eintreten. Vanaprastha-jivana bedeutet, nach 50 Jahren sollst du deine Anhaftung an deine Frau, Kinder, und andere aufgeben. Zu dieser Zeit magst du mit deiner Frau an einen einsamen Ort ziehen, allein um über den Herrn zu meditieren (zurückgezogenes Leben); das wird ´Bhagavat-smarana´ genannt (Gott erinnern).

Und wenn du von allem völlig losgelöst bist, zu diesem Zeitpunkt kannst du die Lebensphase der Entsagung annehmen; dies wird Sannyasa-jivana genannt. Auf diese Weise erklären die Veden diese Dinge - ´loke vyavāyāmiṣa-madya-sevā´.


Die Veden erörtern auch, wie Fleisch zu nehmen ist: Wie ist dies möglich? Wer wird Fleisch zu sich nehmen? Ja, die Veden erklären, wie Fleisch zu nehmen ist; wer Fleisch nehmen kann, und wie sie es nehmen sollen.
Nur für diejenigen, die nicht ihre Zunge kontrollieren können, sagen die Veden: „Okay, ihr könnt Fleisch nehmen. Ihr könnt einmal im Jahr ein großes Feueropfer, ein Yajna (`Yakja`) durchführen. Nur einmal im Jahr könnt ihr Fleisch nehmen - nicht jeden Tag. Aber wie werdet ihr Fleisch nehmen? Ihr müsst ein großes Opfer ausführen, und ihr müsst viel Geld ausgeben; nachdem ihr das getan habt, zu der Zeit könnt ihr es nehmen."

Ihr könnt Alkohol in der gleichen Weise nehmen; falls ihr eure Sinne nicht kontrollieren könnt, führt ein großes Soma-yagja aus, dann könnt ihr es nehmen.
Aber du kannst sehen: die Leute denken, ´für nur 1 Tag, einmal im Jahr, werde ich Fleisch nehmen, und dazu werde ich noch viel Geld ausgeben müssen ... So, dann brauch ich das ganze nicht !´ Automatisch wirst du denken, ´Dann lass ich es !´.
pravṛttir eṣā bhūtānāṁ
nivṛttis tu mahā-phalā
(Manu-saṁhitā)
Die Veden haben einen Weg für dich bereitgestellt, um dich langsam langsam von all diesen schlechten Dingen abzulösen. Versteht dies – dies ist sehr wichtig ! Wenn diesen regulierenden Prinzipien – kein Essen von Fleisch, keinen unzulässigen Sex; keine Berauschung; und kein Glücksspiel – gefolgt wird, zu der Zeit werden wir in rechter Weise imstande sein, in bhakti jivana einzutreten – spiritelles Leben wird aufkommen !

Caitanya Mahaprabhu etablierte diese Dinge: nur einfach durch das Chanten der Heiligen Namen wirst du befreit werden von dieser materiellen Welt ? Nein !

gaura amara gaura amara mukhe bolile nahi chale
gaura achara gaura vichara laile phala phale
(Prema Vivarta 
von Jagadananda Pandit)
Sastra gibt den Beweis: 
"Ich gehöre zu Caitanya Mahaprabhu !" - nicht nur Lippendienst;
du musst den Anweisungen von Lord Caitanya Mahaprabhu folgen !

Lord Caitanya Mahaprabhu erklärte all diese Dinge: etabliere zuerst Varna-Ashram Dharma !
Ansonsten: Sahajiyas (Imitationisten), Sakhi bekis, und andere Apa-sampradayas (Gruppen, die von der Linie abgekommen sind) chanten auch die Heiligen Namen - was ist also die Lehre von Lord Caitanya Mahaprabhu ? Was ist der Unterschied ?! Er sagte: "Nein, du musst allen regulierenden Prinzipien folgen !"
Sūta uvāca:
abhyarthitas tadā tasmai
sthānāni kalaye dadau
dyūtaṁ pānaṁ striyaḥ sūnā
yatrādharmaś catur-vidhaḥ
(Srimad Bhagavatam, 1.17.38)
´Sūta Gosvāmī sagte:
Mahārāja Parīkṣit, so von der Persönlichkeit Kali (Streit und Heuchelei in Person) gebeten, gab Er ihm Erlaubnis, an Orten zu verweilen, wo Glücksspiel, Trinken, Prostitution, und Tiere Schlachten ausgeführt werden würden.“

Schach spielen, das ist Glücksspiel. Manche Leute sagen: „Falls wir nicht um Geld spielen, können wir dann spielen?“ Nein! Es ist gänzlich und strikt verboten; nein, ihr könnt dies nicht tun; dyūtaṁ bedeutet Glücksspiel;
- pānaṁ - pānaṁ bedeutet Trinken. Prabhupada sagte: trink nicht einmal Tee oder Kaffee; was zu sprechen also von Alkohol oder anderen Dingen !
- (dyūtaṁ pānaṁ) striyaḥ – striyaḥ, das heißt ´avaidha stri sanga´ - ´illegale Gemeinschaft mit dem anderen Geschlecht´- dies ist sehr wichtig: Lord Caitanya Mahaprabhu kann alles tolerieren, aber Lord Caitanya Mahaprabhu kann nicht illegalen Sex (Sex außerhalb der Ehe) tolerieren ! Lord Caitanya Mahaprabhu war sehr strikt in dieser Hinsicht. Grihasta, oder Brahmacari, Vanaprasthi, oder Sannyasi - alle sollen diesen Anweisungen folgen:

yadi caha pranaya rakhite gaurangera sane
chota-haridasera katha thake yena mane
(Prema Vivarta, Kap.7 
von Jagadananda Pandit)
"Falls du wirklich Beziehung aufnehmen willst mit Caitanya Mahaprabhu, erinnere stets die Strafe für Chota Haridas",
dies sagte Caitanya Mahaprabhu. Seid sehr vorsichtig; egal ob ihr Grihasta, Vanaprasthi, Sannyasi, oder Brahmacari seid - seid sehr vorsichtig.

Du solltest entsprechend der vedischen Kultur heiraten: du sollst ein Gelöbnis auf dich nehmen, und ein Brahmana (ein vedischer Priester) und Agni deva (die vorstehende Gottheit des Feuers) sollen Zeuge dieser Sache sein. Auf diese Weise solltest du heiraten, und dann könnt ihr zusammen sein. Ansonsten, falls ihr in einer illegalen Weise zusammen seid, wird dies ´sündhafte Lebensweise´ genannt, papa mayi jivana - versteht ihr?

Zu denjenigen, die dies unwissend tun, wird der Herr eines Tages Barmherzigkeit geben; aber für diejenigen, die es wissend tun, wird dies jnana papi genannt; für ´diejenigen, die bewußt sündhafte Aktivitäten begehen´, wird der Herr sie niemals von dieser materiellen Welt befreien; tausende und tausende von Malen werden sie zu Naraka (höllische Planeten) gehen und vielerlei Arten von Drangsal erleiden.

Dies ist vedische Kultur; diese Dinge sind sehr wichtig. 
- ´kona kale nahi tara gati´ - ´er wird niemals vom Ozean der materiellen Existenz befreit werden´ - gestern erklärte ich: ´jagai madhai bale - ara nare bapa´ (Caitanya Bhagavat, Madhya 13.225): Caitanya Mahaprabhu sagte:

Jagai! Madai! Ihr müsst ein Gelöbnis ablegen,
dass von diesem Tage an ihr niemals mehr irgendwelche sündhaften Aktivitäten oder Vergehen, aparadha, ausführen werdet. Dann werde Ich euch befreien und all eure sündhaften Reaktionen wegnehmen.“

Das Caitanya Bhagavat erklärt dies. Wir müssen also ein Gelöbnis ablegen, dass von diesem Tage an wir keine sündhaften Aktivitäten mehr ausführen. Dies ist sehr wichtig. Ansonsten ist das Leben vergeblich, nichts. Du wirst zur Hölle gehen müssen - niemand kann dich davor beschützen. 
Dies ist sehr wichtig in unserem spirituellen Leben: falls du wirklich die Heiligen Namen chanten willst und vom Ozean materieller Existenz befreit werden möchtest, musst du den Anweisungen Lord Caitanya Mahaprabhus folgen !

....´dyūtaṁ pānaṁ striyaḥ sūnā yatrādharmaś (Srimad Bhagavatam, 1.17.38); sūnā bedeutet jiva himsa, Gewalt gegenüber anderen Lebewesen, andere Tiere töten .... . Die Veden diskutieren also diese Dinge.


Dann werden wir langsam langsam in suddha bhakti eintreten.
Bhakti ist nicht so eine billige Sache. Denke nicht, dass einfach durch das Chanten der Heiligen Namen ´ich bhakti habe´. Bhaktivinoda Thakur schrieb ein Lied:
eo to’ eka kalir celā
māthā neḍā kaupin parā, tilak nāke, galāy mālā (1)

dekhte vaiṣṇaver mata, āsalo śākta kājer belā
sahaja-bhajan korchena māmu,
sańge lo’ye parer bālā” (2)
(Lied 6, Baul Sangit
von Srila Bhaktivinode Thakur)

parer bala’ - dies bedeutet, er führt Bhajan aus, während er auf illegale Weise mit den Frauen anderer zusammen ist, Tilaka (ein heiliges Zeichen auf der Stirn) tragend, um zu zeigen, ´ich gehöre zu Caitanya Mahaprabhu´, und ´Hare Krischna Hare Krischna´ chantend – nein ! – dies ist nicht Bhajan; nichts davon. Du betrügst dich nur selbst, und andere ebenso. Du musst den Regeln und Regulierungen der Schriften folgen.

Suddha bhakta jivana bedeutet, in deinem Haus zu weilen mit deiner Frau und deinen Kindern, und Guru und Vaisnavas dienen:
prabhu kahe:
´vaiṣṇava-sevā, nāma-saṅkīrtana
dui kara śīghra pābe
śrī-kṛṣṇa-caraṇa´
(Sri Caitanya Caritamrta, 
Madhya lila 16.70)
Sri Caitanya Mahaprabhu erwiderte:
Du sollst dich im Dienst der Diener Krischnas beschäftigen
und stets den Heiligen Namen von Krischna chanten.
Falls du diese zwei Dinge tust, wirst du sehr bald Zuflucht erlangen
bei Krischna’s Lotos-Füßen.“

Nicht jeder wird den ´Lebensstand der Entsagung´ annehmen; nicht jeder wird ´Sannyasi´ werden. Entsprechend deiner Fähigkeit,´adhikara´, sollst du im jeweiligen Ashram verweilen, die Heiligen Namen chanten, und Guru und Vaishnavas dienen - vaisnava sevana, nama sankirtan ! Chante die Heiligen Namen und diene den Vaisnavas - dann wirst du sehr leicht vom Ozean der materiellen Existenz befreit werden !


Die Veden erklären sehr deutlich: Grihastas (Haushälter) sollen viele Verantwortungen ausführen. Sie haben Verantwortlichkeiten gegenüber ihren Familienmitgliedern, ihren Kindern, und ihrer Gesellschaft, und mit 10 Prozent ihres Verdienstes sollen sie Guru und Bhagavan (Gott) dienen. Du musst diesen Dingen folgen. 10 Prozent deines gesamten Einkommens musst du an Guru und Krischna verausgaben; mit den anderen 90 Prozent kannst du deinen Familienmitgliedern und anderen dienen - dies ist der Vorgang.

Was ist die Bedeutung von Grihasta-Leben, Familienleben ? Das ist nicht so einfach, es kann auch sehr hart sein, doch trotzdem laufen sie diesen Dingen hinterher ! Es ist sehr schwierig, einen Brahmacari zu finden; ob in Indien oder im Westen, es ist sehr schwierig, einen Brahmacari zu finden !
Aber die Sastra (Schrift) sagt, dass, falls du den Regeln und Regulierungen gänzlich folgst, kann Grhasta-Leben auch das höchste Leben sein:

kiba vipra kiba ‘nyasi sudra kene naya
yei Krischna tattva vetta sei ‘guru’ haya
(Sri Caitanya Caritamrita, 
Madhya 8.128)
Das Caitanya Caritamrta erklärt dies. Jemand, der Krischna-Bewusssein verwiklicht hat, ist ein perfekter Guru, ob er nun Grihasta, Vanaprasthi, oder Sannyasi ist. 
Aber versuche, Krischna-Bewußtsein zu verwirklichen !

Narada Rishi selbst sprach darüber mit Yudhisthira Maharaja:
einstmal kam Narada Rishi zum Haus der Pandavas, dem Haus von Yudhisthira Maharaja. Yudhisthira Maharaja verehrte sehr schön die Lotos-Füße von Narada Rsi, und fragte Narada Rsi sehr demütig: „Wir sind Grihastas, wie können wir den Regeln und Regulierungen der Schriften folgen, und wie können wir unsere Sinne kontrollieren ?“
Ihr könnt dies im Srimad Bhagavatam im 7.Canto lesen - ´Narada-Yudhisthira Samvada´, dies ist sehr schön und fein – Narada-Yudhisthira Samvada – ´die Konversation zwischen Narada Rishi und Yudhisthira Maharaj´. Yudhisthira Maharaj fragte, ´Wie werden wir unsere Sinne kontrollieren ?´ Narada Rsi sagte, ´da gibt es nur 1 Weg:

guru-śuśrūṣayā bhaktyā
sarva-labdhārpaṇena ca
saṅgena sādhu-bhaktānām
īśvarārādhanena ca

śraddhayā tat-kathāyāṁ ca
kīrtanair guṇa-karmaṇām
tat-pādāmburuha-dhyānāt
tal-liṅgekṣārhaṇādibhiḥ
(Srimad Bhagavatam, 7.7.30-31)

Man muss den echten spirituellen Meister akzeptieren und ihm mit großer Hingabe und Vertrauen Dienst darbringen;
wasimmer man in seinem Besitz hat, soll dem spirituellen Meister dargebracht werden;

und in der Gemeinschaft heiliger Personen und Gott-Hingegebenen soll man den Herrn verehren,
mit Vertrauen die Glorien des Herrn hören,
die transzendentalen Qualitäten und Aktivitäten des Herrn glorifizieren,
stets über des Herrn´ Lotos-Füße meditieren,
und der Bildgestalt des Herrn dienen,
genau entsprechend der Vorschriften von Sāstra und Guru.”

- guru-śuśrūṣayā bhaktyā sarva-labdhārpaṇena ca - ´durch das Darbringen von Dienst zu Guru kannst du all deine Sinne besiegen und den Herrn erreichen´. Srimad Bhagavatam diskutiert sehr klar, wie wir in spirituelles Leben eintreten werden.

Falls jemand manierlich dem Grhasta-jivana folgt, wird dieser Grhasta höher sein als der Brahma-jnani (Unpersönlichkeits-Philosoph), Yogi (über die Überseele-Meditierender), und Tapasvi (Sich-Härten-Auferlegender).
Ich werde ein Beispiel geben - die Sastra gibt den Beweis. Falls du das Caitanya Caritamrta liest, und dort den Dialog zwischen Caitanya Mahaprabhu und Raya Ramananda; Caitanya Mahaprabhu Selbst fragte Raya Ramananda:

prabhu kahe, - “paḍa śloka sādhyera nirṇaya”
rāya kahe, - “sva-dharmācaraṇe viṣṇu-bhakti haya”
(Sri Caitanya Caritamrita,
Madhya lila 8.57)
Śrī Caitanya Mahāprabhu forderte Rāmānanda Rāya auf: “Rezitiere einen Vers von den offenbarten Schriften, was das letzliche Ziel des Lebens anbelangt“ - ´prabhu kahe “paḍa śloka sādhyera nirṇaya´

Lord Caitanya fragte Raya Ramananda: “Kannst du erklären, was unser Ziel ist, und was unser Prozess ist ?“ Was ist unser Ziel ? - Wie Krischna-prema (Liebe zu Gott) zu erreichen ist !
Doch was soll man zu Beginn tun ?

varṇāśramācāra-vatā puruṣeṇa paraḥ pumān
viṣṇur ārādhyate panthā nānyat tat-toṣa-kāraṇam
(Sri Caitanya Caritamrta,
Madhya lila 8.58/ Viṣṇu Purāṇa (3.8.9)

Die Höchste Persönlichkeit Gottes, Lord Viṣṇu, wird verehrt durch die genaue Ausführung vorgeschriebener Pflichten im System von Varṇa (Fähigkeiten) und Aśrama (Lebensstand).
Es gibt keinen anderen Weg, um die Höchste Persönlichkeit Gottes zufriedenzustellen ! Man muss in der Institution der 4 Varṇas und Aśramas situiert sein.“

´varṇāśramācāra-vatā puruṣeṇa paraḥ pumān´ - ´Falls jemand all den Regeln und Regulierungen des Varna-Asrama Dharma folgt, wird Bhagavan Visnu sehr zufrieden sein.´

Was ist unser Ziel und Objekt ? Wie der Herr erfreut sein wird - ‘bhagavat prasannata’ - dies ist unser Ziel und Objekt – wie der Herr erfreut sein wird !
Der 1. Vers erklärt also dies:

varṇāśramācāra-vatā puruṣeṇa paraḥ pumān
viṣṇur ārādhyate panthā nānyat tat-toṣa-kāraṇam

Es gibt keinen anderen Wege, wie der Herr erfreut sein wird: zuerst folge dem Varna-Asrama Dharma. Falls du dem Varna-Asrama Dharma folgst, wirst du höher sein als die Yogis, Jnanis, und andere.“

Ich werde ein Beispiel geben: Einmal führte ein Brahmacari harte Entsagungen aus, ‘chator tapasya’. Für etwa 30 Jahre hatte er sein Haus verlassen und war in den Dschungel gegangen. Für 30 Jahre führte er harte Entsagungen aus. Er stand auf seinen Zehenspitzen und erhob seine beiden Hände; seine Haare waren zu jata, Dreadlocks geworden; lange, lange jatas wuchsen, doch er vollführte harte Entsagungen für 30 Jahre. Selbst einige Vögel bauten ein Nest in seinen Zottellocken.

Dann eines Tages, nach 30 Jahren, öffnete er seine Augen; unterdessen kam ein Vogel aus seinem Nest und ließ Kot unter sich, auf dessen Nase. Da wurde dieser sehr ärgerlich. Er öffnete seine roten Augen und der Vogel verbrannte zu Asche. Dann realisierte er, „Duch die Stärke, erlangt durch meine Entsagungen, habe ich den Vogel zerstört“. Dann verließ er den Dschungel und er kam in ländlichem Gebiet an. Zuerst ging er zum Haus eines Haushälters, einem sehr perfekten Grihasta, nicht ein ‘Katzen- und Hunde-Haushälter´, einem perfekten Grihasta.

Versucht die Bedeutung von Grihasta zu verstehen: Grihasta und Grihamedi sind nicht das selbe. Was ist die Bedeutung von Grihasta? Was bedeutet ´Haushälter´?

na gṛhaṁ gṛham ity āhur
gṛhiṇī gṛham ucyate
tayā hi sahitaḥ sarvān
puruṣārthān samaśnute
(Sri Caitanya Caritamrta, 
Adi Lila, 15.27)
´Einfach nur ein Haus ist nicht ein Heim,
denn es ist eine Ehefrau, die dem Heim seine Bedeutung gibt.
Falls man zu Hause lebt mit seiner Frau
können sie zusammen all die Interessen des menschlichen Lebens erfüllen.´

Wenn du in einem Haus lebst, wird dies nicht grha genannt; grha bedeutet ‘patni saha, bharya saha nivashet’ - wenn jemand in seinem Haus lebt mit seiner Frau und bhajana und sadhana zum Herrn ausführt, werden sie ein Grihasta genannt. Dies wird griha genannt, griha mandir (Haushälter-Tempel). Falls du mit deiner Frau verweilst und Bhajana und Sadhana in rechter Weise ausführst, so wird dies Grhasta-jivana genannt.

Eine andere Art Personen, die in einem Haus leben, werden grhamedi genannt. ‘medi’ heißen diejenigen, die so sehr angehaftet sind und stets nur um´s Haus kreisen, ´grhamedi´.
In vergangenen Zeiten nahmen die Bauern Weizenkörner oder Senfsamen und steckten in die Mitte einen Stab mit einem Seil, und all die Kühe liefen dann um den Stab herum, alle um einen Platz herum – dies wird ´medi´ genannt. Diejenigen, die einfach in ihrem Haus wohnen, die nicht chanten, keinen Bhajana oder Sadhana ausführen, und die nur angehaftet sind an ihre Frau und ihre Kinder werden Grihamedi genannt. Das Srimad Bhagavatam und auch die Veden erklären, dass denjenigen ihr Leben komplett nutzlos ist.

Grihasta bedeutet, sie führen Bhajana und Sadhana zu Krischna aus. Das Zentrum ist allein Krischna !
Tulsi dasa erklärt:
chaki chalke sabke dekhe
kilke na dekhe koi
kilke jo pakad rahe
sabut rahe sei”

Jetzt leben wir im Zeitalter der ´Wissenschaft´, es ist also sehr schwer zu verstehen; früher gebrauchten sie zwei Steine mit einem Loch und einem Stab in der Mitte; die zwei Steine dehten sich und mahlten die Körner; dies wird ´chaki´ genannt (Mühle oder Mühlsteine), versteht ihr? Chaki bedeutet diese zwei schweren Steine; 1 Loch ist in der Mitte, und 1 Stab ist in der Mitte; 1 Stein dreht sich stets. Wenn du Körner dort einfüllst, Weizen oder Reis oder anderes, werden sie automatisch vermahlen. Falls jedoch einige Körner in der Mitte durch den Stab stocken, dann wird der Mühlstein auf keinen Fall mahlen !

Tulsi dasa erklärt also in dieser Weise: - “chaki chalke sabke dekhe” - ´wir werden alle durch Maya (die illusionierende äußere Energie Krischnas) vermahlen, völlig - aber der Stab in der Mitte repräsentiert Krischna; falls du bei Krischna Zuflucht nimmst, kann dich Maya nicht berühren, Maya wird dich nicht vermahlen. Versteht ihr? Dies ist der Prozess: falls du bei den Lotos-Füßen von Krischna Zuflucht nimmst, dann wirst du vor Maya gerettet sein; Maya wird dich nicht berühren ! Also - Grhasta und Grhamedi sind nicht das gleiche !

So, zurück zum Thema: dieser Tyagi-Mahatma, dieser Yogi, er kam zum perfekten Grhasta-Haushalt, und er klopfte an die Tür: “Bhiksam dehi! Bhiksam dehi!” - “Gib mir eine Spende, gib mir Almosen.“ Aber diese keusche Frau war gerade dabei, ihren Mann zu bedienen,´pati seva´. Versteht diese Dinge: ´keusche Frau´ bedeutet, ´sie liebt Krischna, und sie dient ihrem Mann´. Sie kam also zur Tür, und in einer sehr zarten Stimme sagte sie: “Mahatma Ji, bitte warte für einen Moment, eben diene ich meinem Mann, danach werde ich dir eine Spende geben“.

Denn die Sastra gibt Aufschluss: falls ein Sadhu zu deinem Haus kommt, und du ihm nichts gibst, wirst du deine Sukrti, punya (fromme Taten) verlieren. Dann wird der Sadhu all deine Punya nehmen und der Sadhu wird auch all seine vergangenen sündvollen Aktivitäten in dein Haus werfen. Versteht ihr? Falls ein Sadhu kommt, musst du etwas geben. Etwas ist besser als nichts. Warum nicht? Denke nicht, “Falls ich etwas gebe, werde ich es verlieren” - nein, tausend Mal wirst du dies zurückbekommen.

Param-Gurudeva baute Devananda Gaudiya Math. Da gab es einen Mann, der völlig ohne Heller und Pfennig war. Er verkaufte nur Töpfe. Er war ein Töpfer, aber er diente Param-Gurumaharaj, und er gab auch eine Spende für die Devananda Gaudiya Math. Falls du einen Pfennig zu einem Sadhu gibst - du kannst nicht glauben, welche Art von Dingen du bekommen wirst. Srimad Bhagavatam gibt Aufschluss darüber: Sudama Vipra, was brachte er dem Herrn dar ? Verbrannten Flachreis. Er wollte es Krischna garnicht darbringen, denn er dachte:

kvāhaṁ daridraḥ pāpīyān kva kṛṣṇaḥ śrī-niketanaḥ brahma-bandhur iti smāhaṁ bāhubhyāṁ parirambhitaḥ
(Srimad Bhagavatam, 10.81.16)

Wer bin ich? Ein sündhafter, armer Freund eines Brāhmaṇa. Und wer ist Kṛṣṇa? Die Höchste Persönlichkeit Gottes, alle 6 Oppulenzen innehabend. Nichtsdestotrotz hat Er mich mit Seinen beiden Armen umarmt.”

Wo bin ich, ein sündhafter Brahmana - und wo ist Krischna? Wie is es möglich, diesen verbrannten Flachreis zu überbringen? Aber Krischna schnappte es mit Zwang. Einmal, zweimal aß Er davon ! Denke also nicht, ´Falls ich zu einem Sadhu 1 Pfennig gebe, dann werde ich nur noch 99 Pfennig übrig haben´. Ihr wisst nicht, wieviele Pfennige kommen werden - das ist wahr; da gibt es viele Beispiele.

So, der Yogi war also bei ihrem Haus; die Dame sagte: „Mahatma Ji, bitte warte, nur einen Moment bitte“, aber der Mahatma wurde sehr ärgerlich; so viel Stolz kam in ihm auf. Er öffnete seine Augen vollends und sagte: „Hey!“, aber die keusche Dame sagte: „Mahatma Ji, ich bin nicht dieser Vogel, du kannst mich nicht zu Asche verbrennen.“ Dieser Brahmacari, dieser Yogi dachte, ´Oh, ich habe nichts !`

Dann kam er zu einem anderen Ort. Eine Person verkaufte Öl, in Sanskrit nennt man dies ‘taila dhar’’ - taila dhar bedeutet, jemand, der Öl verkauft, ein Öl-Verkäufer. Dieser Geschäftsmann sagte: “Mahatma Ji, bitte warte ein paar Sekunden, ich spreche gerade mit meinem Kunden; in zwei Minuten werde ich dir etwas geben; soweit wie es meine Möglichkeiten erlauben, werde ich dir geben.“ Dieser Brahmacari wurde sehr ärgerlich und öffnete wieder seine Augen, was bedeutet, er wollte ihn zu Asche verbrennen. Dieser Taila-dhar sagte: “Ich bin nicht dieser Vogel, ich bin nicht dieser Vogel, du kannst mich nicht zu Asche verbrennen !“ Er wurde sehr erstaunt: ´die selben Worte, die diese keusche Dame sagte, sagte auch diese Person ! Im Wald verbrannte ich diesen Vogel, aber wie wußten sie dies - wie wußten sie dies ?! Und nun habe ich keine Power, nichts, ich kann nichts bewirken !´

Dann kam er an einen Ort, und fragte einen Sadhu, warum. Der Sadhu sagte: “Lausche: Karma, Jnana, Yoga, und Tapasya, sie sind völlig nutzlos; diese keusche Dame führt Bhajana und Sadhana zum Herrn aus, und sie ist eine perfekte Grhasta, so ist sie also höher als du ! Und dieser Taila-dhar, er befolgt auch alle Regeln und Regulierungen, alle Prinzipien der Gesellschaft, so ist er also höher !“
Die Schlußfolgerung dieser Geschichte ist: falls du korrekt all die Regeln und Regulierungen befolgst, dann wird dein Leben erfolgreich sein. Ansonsten kann dein Leben nutzlos sein, nichtig. Grhasta-jivana kann das beste Leben sein.

In Vrindavana dienen sie Krischna mit ihrem Körper, Geist, und Worten. Im Srimad Bhagavatam sagt Sukadeva Goswami zu Pariksit Maharaj: “Schau, wie all die Bäume von Vrindavana Krischna dienen: wenn Krischna nach Vrindavana kommt, schaffen die Bäume automatisch Schatten über das Haupt von Krischna - mit ihren Ästen; gerade als ein echter spiritueller Guru läuft, und sein Schüler hinter ihm einen Schirm hält.
Wenn Krischna nach Vrindavana kommt, dann beginnen automatisch die Blumen, die Blütenblätter, niederzufallen, und sie machen einen wunderschönen, weichen Teppich für Krischna, denn sie denken, ´ Unser geliebter Krischna ist gekommen - aber wie kann Krischna auf dem Pfad von Vrindavana wandern, denn Krischna’s Füße sind sehr zart !´.

Automatisch kommen Früchte sehr nah zu Krischna herbei, “madhu (süß) . . . ; und automatisch tropft der Honig herab, und Krischna, Balarama, und die sakhas lecken den Honig.
Automatisch beginnen die Blätter, sich zu bewegen; was ist das? Sie befächern Krischna. Krischna ist gekommen, und automatisch beginnen die Büsche, sich zu bewegen, wie camara (Wedel zur Verehrung) - wie haben sie doch Liebe und Zuneigung !
Vishvanath Cakravartipad erklärt: in Vrindavana werden die Bäume Haushälter genannt, ´grha swami`; die Büsche werden ´die Ehefrauen´ genannt, ´patni´; die Blumen werden Töchter genannt; und die Früchte werden ´die Söhne´ genannt. In Vrindavana dienen also Ehefrauen, Ehemänner, Töchter, und Söhne - alle dienen sie Krischna:

"Govinda Damodara Madhave ti
Govinda Damodara Madhave ti
Govinda Damodara Madhave ti
Govinda Damodara Madhave ti"

In dieser Weise sehen wir also, dass in Vrindavan alle ´Haushälter´ genannt werden. Im Allgemeinen denken die Leute, ´Haushälter-Leben ist vergebliches Leben, Sannyasa-Leben ist das beste Leben´, aber Sastra sagt ´Nein´. In Vrindavana, wer ist da Sannyasi ? Wer wird Krischna dienen ? Schaut die Bäume an, sie alle dienen Krischna. Narada Rsi sagt selbt: „Oh Yudhisthira Maharaj, obwohl ich im Lebensstand der Entsagung bin, ein Sannyasi, und ich kein Haus habe, verweilt Krischna aber stets mit dir; obwohl du ein Grhasta bist, verweilt Krischna stets in deinem Haus.“

yūyaṁ nṛ-loke bata bhūri-bhāgā lokaṁ
punānā munayo ’bhiyanti
yeṣāṁ gṛhān āvasatīti sākṣād
gūḍhaṁ paraṁ brahma manuṣya-liṅgam
(Srimad Bhagavatam, 7.15.75)

Mein lieber Mahārāja Yudhiṣṭhira, ihr Pānḍavas seid so vom Glück begünstigt in dieser Welt, dass viele, viele große Heilige, welche all die Planeten des Universums reinigen können, zu deinem Haus kommen gerade wie gewöhnliche Besucher. Desweiteren lebt die Höchste Persönlichkeit Gottes, Kṛṣṇa, vertraulich mit dir in deinem Haus, gerade wie dein Bruder.“

Narada Rsi nannte diesen Vers. - yūyaṁ nṛ-loke bata bhūri-bhāgā - ´Oh Yudhisthira Maharaj, ihr alle seid sehr vom Glück begünstigt, denn Krischna verweilt in eurem Haus. Krischna ist euer perfekter Freund.´


Wer wird ´dein Freund´ genannt ?
Wer in dieser materiellen Welt ist dein Freund ?

Die generelle Bedeutung von Freund ist:
ustsave, vyasane caiva
raja dvare, swasahnecha
ja tistati sa bandava
wer dein Freund ist:
  • ustsave - falls ein Festival ansteht und ohne dass du eine Einladung ausgibst, jemand kommt und dir hilft – er wird ´dein Freund´ genannt.
  • vyasane caiva - oder, falls eine Hochzeits-Zeremonie vor sich geht; jemand, der da hinkommt, wird ´dein Freund´ genannt.
  • raja dvare- Falls du irgendwie oder anders im Gefängnis bist; jemand der dir hilft, aus dem Gefängnis herauszukommen - er ist dein Freund.
  • swasahnecha - Nach deinem Tod, jemand, der dir zum Krematoriums-Platz folgt, wird ‘swasahna bandhu’ genannt.
´ustsave, vyasane caiva, raja dvare, swasahnecha´ - ´ja tistati sa bandhava´ - ´er wird ´dein Freund´ genannt´.

Aber das Srimad Bhagavatam erklärt, wer dein wirklicher Freund ist:

se-i se param bandhu, se-i pita-mata
sri Krischna carana jei prema-bhakti-dhata
(Caitanya-mangala)
Derjenige, der mir Prema-Bhakti bei den Lotos-Füßen Krischnas gibt,
ist mein Höchster Freund.
Er ist mein ewiger Vater und Mutter.”

Dein bester Freund ist derjenige, der dir Krischna-Prema, Krischna-Bhakti gibt; er ist dein wirklicher Freund !

Wer wird Krischna-Bhakti geben ? Und wer wird Krischna-Bhakti nehmen ? Wer wird es nehmen ? Bitte streckt eure Hand !
Falls du wirklich Krischna-Bhakti nehmen willst, musst du den Instruktionen von Lord Caitanya Mahaprabhu folgen - das ist das Ding !
se-i se param bandhu, se-i pita-mata – sie ist meine wahre Mutter, sie ist mein wahrer Vater, sie ist mein wahrer Ehemann, sie ist meine wahre Ehefrau, sie ist mein wahrer Bruder oder Schwester, falls sie mir Krischna-Bhakti gibt !
gurur na sa syāt
sva-jano na sa syāt
pitā na sa syāj
jananī na sā syāt
daivaṁ na tat syān
na patiś ca sa syān
na mocayed yaḥ
samupeta-mṛtyum
(Śrīmad-Bhāgavatam, 5.5.18)
Jemand der seine Angehörigen vom Pfad der wiederholten Geburten und Tode nicht befreien kann, sollte niemals ein spiritueller Meister, ein Vater, ein Ehemann, eine Mutter, oder ein verehrenswerter Halbgott werden.“

gurur na sa syāt sva-jano na sa syāt - Derjenige ist kein wahrer Guru, falls er nicht Krischna-bhakti geben kann; sie ist nicht meine wahre Mutter; er ist nicht mein wahrer Vater; sie sind nicht meine wahre Ehefrau oder Ehemann, falls sie mir nicht Krischna-Bhakti geben können. Das Srimad Bhagavatam erklärt dies sehr deutlich. Dies ist sehr wichtig.


Falls du allen Regeln und Regulierungen der Gesellschaft folgst, und Bhajana und Sadhana ausführst, dann wird dein Leben erfolgreich sein – aber du brauchst Vertrauen - dṛḍha viśvāsa; ohne Vertrauen wirst du niemals Perfektion erlangen.

Ich werde ein sehr schönes Beispiel geben:
eines Tages kam Narada Rishi zum Heim eines Haushälters, aber diese Person litt an Lepra. Er hielt die Lotos-Füße von Narada Rishi und sagte: „Oh Rishi, bitte gib mir Barmherzigkeit; entsprechend meines Karmas, schlechten Karmas, leide ich an dieser Art von Krankheit.“ Gestern sagte ich euch, ´falls du sündhafte Aktivitäten ausführst, wirst du leiden müssen´ - ´apani karile papa apani daiye´. Falls du sündhafte Aktivitäten ausführst, wirst du leiden müssen. Versteht dies ! Dies ist sehr wichtig !

Er fragte also Narad Rishi: „Was werde ich nun tun ?“ Narada Rishi sagte: „Das ist wahr - was wirst du also nun tun ? Wie kann ich dir helfen ?“ Aber er hielt die Füße von Narada Rishi und weinte, „Oh, bitte gib Barmherzigkeit“. Dann sagte Narada Rishi: „Lausche - du solltest mit festem Vertrauen dem Mahabharata fortgesetzt für 1 Monat lauschen. Falls du für 1 Monat dem Mahabharata lauschst, dann wirst du von dieser Krankheit geheilt sein - aber unter welcher Bedingung? - mit festem Vertrauen !“ Dies wird ´dṛḍha viśvāsa´ genannt, ´ohne Zweifel´, versteht ihr ? „Falls Zweifel aufgekommen ist, wirst du alles verlieren.“

Er versprach also: „Ok, ich werde Mahabharata-Katha für 1 Monat lauschen! Bitte, gib die Klasse.“ So sprach Narada Rishi also für 1 Monat Mahabharata-Katha. Für 29 Tage erklärte er Mahabharata-Katha, denn Mahabharata-Katha ist sehr interessant, denn jeden Tag spielt sich das Mahabharata in unserem Haus ab - was bedeutet das ? Streit / Kampf. In unserem Zuhause, in unserem Land, in unserer Nachbarschaft, jeden Tag, und auch in unserem Geist. Für 29 Tage hörte er Mahabharata-Katha von den Lotos-Lippen Narada Rishis. Dann verschwand automatisch all sein Aussatz, bis auf ein kleines bißchen unter seinem Nagel, denn 1 Tag war noch übrig.

An diesem Tag besprach Narada Rishi den Charakter von Bhima. Narada Rishi sagte: „Lausche – Bhima war sehr kraftvoll. Als er ein sehr kleiner Junge war, etwa 6 oder 7 Jahre alt, jonglierte er mit Elefanten, etwa mit 5, 6, oder 10 Elefanten. Eines Tages, als Bhima mit den Elefanten jonglierte, stieß er einen der Elefanten, und der Elefant ging den Himmel hoch, sehr weit weg, und immernoch fliegt dieser Elefant im Himmel.“
Zu dieser Zeit sagte der Haushälter: „Maharaja, jetzt hast du zuviel gesagt ! Wie ist es möglich, dass eine Person mit 10 Elefanten jonglieren kann ? Und dieser eine Elefant ging den Himmel hoch und fliegt immernoch ? Ich kann das nicht glauben; wie ist das möglich ? Das ist zuviel !“ Dies wird ´atisvyaukti´ genannt - ´du sprichst zu viel, dies ist nicht korrekt´.

Zu dieser Zeit dachte Narada Rishi,´Oh mein Gott, ´saṁśayātmā vinaśyati´. In der Srimad Bhagavad Gita sagt Krischna, ´falls du einen Zweifel hast an der Sastra und Guru, wirst du alles verlieren´.

ajñaś cā śraddadhānaś ca
saṁśayātmā vinaśyati
nāyaṁ loko ’sti na paro
na sukhaṁ saṁśayātmanaḥ
(Bhagavad Gita, 4.40)
Ignorante und vertrauenslose Personen jedoch, 
welche an den offenbarten Schriften zweifeln,
werden Gottes-Bewußtsein nicht erreichen; sie fallen ab.
Für die zweifelnde Seele gibt es Glück weder in dieser Welt noch in der nächsten.“

Narada Rishi sagte: „Du hast kein Vertrauen ? Warum nicht ? Schau.“ Narada klatschte 1, 2, 3 mal, dann kam ein Elefant vom Himmel. Wie ist das möglich ? Alles ist möglich ! Narada Rishi sagte: „Bhima ist keine gewöhnliche Person ! Manchmal nimmt Lord Nrisimhadeva seinen Körper ein, d.h. geht in seinen Körper ein !“

Das Mahabharata erklärt, dass, als Bhima mit Duḥśāsana kämpfte und er seine Brust öffnete, er dann das Blut von der Brust Duḥśāsana trank. Zu dieser Zeit wurde Bhima sehr ärgerlich und forderte jeden heraus: „Will irgendjemand kommen und mit mir kämpfen ? Von den Kauravas oder Pandavas ?“ Arjuna nahm seinen Bogen und sagte: „Ok, ich komme, denn ich bin ein Ksatriya; werimmer mich herausfordert, mit denen muss ich kämpfen !“
Krischna sagte: „Arjuna, geh´nicht ! Dieses Mal geh´nicht ! Du kannst mit Bhima nicht kämpfen ! Selbst falls Ich gehen würde, könnte Ich mit Bhima nicht kämpfen ! Warum ? Weil Meine Eigene Inkarnation ´Nrisimha-Deva´ in seinen Körper eingetreten ist !“

Ihr sollt Mahabharata lesen, es erklärt es sehr klar; als Bhima die Brust von Duḥśāsana öffnete und das Blut trank, zu dieser Zeit wurde Bhima sehr wild, so wild wie ein Löwe. Krischna sagte: „Oh Arjuna, du weißt nicht, wie machtvoll er in diesem Momemnt ist ! Niemand kann vor ihn kommen. Selbst Ich Selbst werde nicht vor ihn treten. Meine eigene Inkarnation ´Nrisimha-Deva´ ist in seinen Körper eingetreten - Bhagavat !“

Narada Rischi sagte also: “Lausche – falls der Herr Selbst in jemanden eintritt, kann diese Person alles tun – warum nicht ? Mit 2, 3, oder 4 Elefanten jonglieren, und einen von ihnen hochstoßen, das ist nichts – denn der Herr kann alles tun ! Lord Nrisimha Deva nimmt 1 Elefanten ? - selbst zehntausend Elefanten sind wie 1 Senfsamen für Ihn. Du hast dein Vertrauen verloren, so ist also dieses kleine Gebiet des Aussatzes nicht verschwunden.“

Was ist der Inhalt dieser Geschichte ? - Du benötigst Vertrauen !
Spirituelles Leben hängt völlig von Vertrauen ab; dies wird dṛḍha viśvāsagenannt, śāstra viśvāsa, Vertrauen in Sāstra und Guru-vakya (die Worte des spirituellen Meisters) - nicht blindes Vertrauen ! Werde nicht zu Sunanda Gandharva; Srila Gour Govinda Maharaj erzählte diese Geschichte. Viele Male habe ich diese Geschichte erzählt - Sunanda Gandharva:

Einmal schor ein Wäsche-Wascher seinen Kopf. Er traf den königlichen Priester. Der Priester fragte: „Hey, Wasch-Mann, warum hast du deinen Kopf geschoren ?“ Der Wasch-Mann erwiderte: „Heute ist der höchst glücksverheißende Tag, denn Sunanda Gandharva verließ seinen Körper.“ Er fragte nicht, wer Sunanda Gandharva war, aber Sunanda Gandharva ist ein wunderbarer Name; also scheerte sich auch der Priester.

Dann traf der Priester den Minister. Der Minister fragte: „Oh Priester, warum hast du dir den Kopf geschoren?“ Der Priester erwiderte: „Heute ist der höchst glücksverheißende Tag, denn heute verließ Sunanda Gandharva seinen Körper“. Er fragte nicht, ´Wer ist Sunanda Gandharva ?´; dann scheerte auch der Minister seinen Kopf.
Dann traf der Minister den König. Der König fragte: „Oh Minister, warum hast du dirden Kopf geschoren ?“ „Heute ist der höchst glücksverheißende Tag, denn heute verließ Sunanda Gandharva seinen Körper.“ Der König fragte nicht, wer er war; der König scherte auch seinen Kopf.

Dann kam die Königin. Sie sagte: “Oh König, warum hast du deinen Kopf geschoren ?“ Der König sagte: „Heute ist der höchst glücksverheißende Tag, denn heute verließ Sunanda Gandharva seinen Körper.“ Die Königin fragte: „Wer ist Sunanda Gandharva ?“ Der König sagte: „Oh, ich weiß es nicht; mein Minister sagte mir das.“ Dann fragte die Königin den Minister: „Wer ist Sunanda Gandharva ?” Der Minister erwiderte: „Oh, ich weiß es nicht; der königliche Priester sagte mir, dass heute der höchst glücksverheißende Tag ist.“ Dann fragte die Königin den Priester: „Wer ist Sunanda Gandharva ?” Der Priester sagte: „Oh, ich weiß es nicht; der Wasch-Mann sagte mir das.“ Die Königin fragte also den Wasch-Mann: „Hey, wer ist Sunanda Gandharva ?” Der Wasch-Mann erwiderte: „Oh Königin, Maharani, lausche - ich hatte einen Esel, sein Name war Sunanda Gandharva. Mein Esel verließ seinen Körper, deshalb schor ich mich.“

So, Srila Gour Govinda Maharaja erzählte diese Geschichte. Ohne Kenntnis und Sadhu-sanga, ohne die Schriften zu studieren, und einfach eine Augenbinde tragen, dies wird blinder Glaube genannt. Nein !

Du musst die Sastra studieren - und mit festem Vertrauen, ´dṛḍha viśvāsa´ - dann wirst du eintreten ! Ohne Sadhu- sanga, ohne die Schriften zu lesen, die Veden, Puranas oder Upanisaden, kannst du nicht in korrekter Weise in Suddha-bhakti eintreten. Versuche, diesen Dingen zu folgen - lerne, wie Krischna zu dienen ist !


Falls du ein Grhasta, Brahmacari, Vanaprasthi, oder Sannyasi bist, sei es so - aber chante die Heiligen Namen und folge den 4 Prinzipien ! Immer und immer wieder erinnert uns die Guru-varga (Schülerfolge spiritueller Meister) – dies ist sehr wichtig:

grhe va vanete thake, ‘ha gauranga’ bale dake,
narottama mage ta’ra sanga”
(Lied: Gaurangera Duti-Pada, Vers 4)

Ob man in seinem Zuhause als ein Grihasta lebt, oder im Wald als ein Entsagter, solange er ausruft “Ha Gauranga!” 
bittet Narottama dasa um seine Sanga (Gemeinschaft).”

Narottama dasa Thakur hat dieses Lied gesungen. Du kannst im Haushälter-Leben weilen oder den Lebensstand der Entsagung annehmen, sei es so - doch diene stets Guru und Krischna. Diene Thakur Ji, diene Vaisnavas, und chante die Heiligen Namen ! Wir sehen: die meisten Hingegebenen von Lord Caitanya Mahaprabhu waren Grhastas. Nityananda Prabhu, Advaita Acarya, Srivasa Thakur; meistens waren sie Grhasta. Tyagis (Entsagte), wo gehen sie hin ? Brahmacaris, Vanaprasthis und Sannyasis, wo gehen sie hin ? Zum Haus des Grihastas. Aber, und dies ist sehr wichtig, du sollst den 4 Prinzipien folgen (1.Kein Essen von Fleisch, 2. Keinen illegalen Sex, 3. Keine Berauschung, 4. Kein Glücksspiel).

Falls du den 4 Prinzipien nicht folgst, dessen Haus ist komplett was ? - Naraka, ´wie die Hölle´. Dies ist sehr wichtig – folge den 4 Prinzipien und chante die Heiligen Namen; diene Guru und Vaishnavas !
Raya Ramananda sagte:
prabhu kahe, — “paḍa śloka sādhyera nirṇaya”
rāya kahe, — “sva-dharmācaraṇe viṣṇu-bhakti haya”
(Sri Caitanya Caritamrta, 
Madhya lila 8.57)
sva-dharmācaraṇe bedeutet Varna-Asrama Dharma.
jiva svarupa anubandhi bedeutet Krischna bhakti anusilanam, ´das Kultivieren von reiner Hingabe zu Krischna´.
-saranapati bedeutet, dass die spontane Natur der Seele es ist, Krischna zu dienen.

Dem Varna-Asrama-Dharma zu folgen, dies ist äußerlich; Caitanya Mahaprabhu sagte also:
"eho bāhya, āge kaha āra"
(Sri Caitanya Caritamrta, Madhya 8.59) 
Dies ist äußerlich; du hättest Mir besser eine weitere Bedeutung genannt.“

Denn Caitanya Mahaprabhu will über unser perfektes ´svarupa anubandhi dharma´, ´die spontane Natur der Seele´ hören - dies ist, Krischna zu dienen - ´jīvera svarūpa haya - kṛṣṇera nitya-dāsa (Sri Caitanya Caritamrta, Madhya 20.108-109)

Wie werden wir Krischna dienen ? Aus diesem Beweggrund sagte Caitanya Mahaprabhu also: ´Varna-Asrama-Dharma (Brahmacari, Grihasta, Vanaprasthi, und Sannyasa; und Brahmana, Ksatriya, Vaisya, Sudra) - dies ist äußerlich.´ Aber denke ja nicht, ´Oh, dies ist äußerlich, dann ist da kein Bedarf, Varna-Asrama-Dharma zu folgen´. Also aus diesem Grund erklärt die Sastra:

śruti-smṛti-purāṇādi-
pañcarātra-vidhiṁ vinā
aikāntikī harer bhaktir
utpātāyaiva kalpate
(Bhakti-rasāmṛta-sindhu 1.2.101,
Śrīla Rūpa Gosvāmī)
Falls eine Person die Regulierungen in den Sruti, Smṛti, Purāṇas, und dem Nārada-pañcarātra mißachtet, werden große Mißbehagen (Anarthas , ´unerwünschte Wünsche´) produziert,
selbst, falls er in unvermischter Hingabe zu Hari (aikāntiki-hari-bhakti) beschäftigt ist.”

Heute Morgen erklärte ich diese Dinge: falls du all den Regeln und Regulierungen der Schriften nicht folgst, Sruti, Smṛti, Narada Pancaratra, und du denkst, ´ich bin ein-pünktig (in meiner Hingabe), da ist also kein Bedarf, den Regeln und Regulierungen zu folgen´, wirst du eine Störung in deiner Gesellschaft kreieren. Du wirst eine Störung in deinem eigenen Geist verursachen. Du wirst niemals in Suddha-bhakti eintreten.

In dieser Hinsicht also erklärt unsere gesamte Guru-varga, langsam und allmählich den Bhakti-marga-jivana (den Pfad der Hingabe zu Gott): folge dem Varna-Asrama-Dharma und chante die Heiligen Namen ! Was ist ansonsten der Unterschied zwischen Gaudiya Vaisnavas und Sahijiya babajis ? Sahajiyas möchten den Regeln und Regulierungen des Varna-Ashrama-Dharma nicht folgen !

Srila Bhaktisiddhanta Siddhanta Prabhupada re-etablierte also das daiva (göttliche) Varna-Asrama Dharma. Srimad Bhagavad Gita diskutiert diese Dinge; Krischna erklärt dies: wer ein Brahmana genannt wird, wer ein Ksatriya genannt wird, wer ein Brahmacari genannt wird, und wer ein Grhasta genannt wird - diese Dinge sind sehr wichtig !

sve sve ’dhikāre yā niṣṭhā
sa guṇaḥ parikīrtitaḥ
karmaṇāṁ jāty-aśuddhānām
anena niyamaḥ kṛtaḥ
guṇa-doṣa-vidhānena
saṅgānāṁ tyājanecchayā”
(Srimad Bhagavatam, 11.20.26)
Es wurde solide verkündet, dass der Transzendentalisten ihre beständige Befolgung entsprechend ihrer spirituellen Positionen wahre Frömmigkeit ausmacht;
und dass Sünde geschieht, wenn ein Transzendentalist seine vorgeschriebene Pflicht unterlässt.
Jemand, der diesen Standard von Frömmigkeit und Sünde annimmt, sich ernsthaft wünschend, alle vergangene Gemeinschaft mit Sinnenbefriedigung aufzugeben, ist imstande, materialistische Aktivitäten zu bändigen, welche von Natur aus unrein sind.“

Entsprechend seiner Qualifikation muss er den Regeln und Regulierungen folgen; entsprechend deiner svabhava (Natur) - dann wirst du diesem Varna und Asrama angehören.
Falls du Brahmana-svabhava hast, wirst du ein Brahmana werden: satyam, saucam, dayal, pavitrata – dies ist die Natur, ´svabhava´, oder die ´gunas´, ´Qualitäten´ eines Brahmana.

  • satyam bedeutet Wahrhaftigkeit; saucam - Reinheit; daya - gibt Barmherzigkeit zu allen Lebewesenhat Mitgefühl für alle Lebewesen;
  • aistika - er hat Vertrauen in Sastra und Sadhu-vakya, ´die Instruktionen von Guru und Sastra´.

Srimad Bhagavad Gita bespricht die Qualifikationen der 4 Varnas und Asramas - wie wir diese Dinge korrekt ausführen ! Dies ist sehr wichtig. Falls wir diese Dinge nicht befolgen, wird unser Leben vergeblich sein.

Ich bespreche also
  • wie unsere Guru-varga von Indien gekommen ist, um zu den westlichen Ländern unsere vedische Kultur zu verkünden !
  • wie wir in die Philosophie der Veden eintreten werden - und in Krischna-Bewusstsein eintreten !

ruft laut aus:  "Vrindvana Bihari Lal ki jay! 
Jaya Radhe Govinda, jaya Radhe Govinda !"